Lenkbuhnen in urbanen Restriktionsstrecken - Betrachtungen zum Fließwiderstandsverhalten
In urbanen Gewässern werden Lenkbuhnen zur Strukturverbesserung eingesetzt. Die im Mittelwasserbett platzierten, dauerhaft überströmten Buhnen stellen aus hydraulischer Sicht einen Strömungswiderstand dar, der im Konflikt zu den Zielen des Hochwasserschutzes stehen kann. Bislang liegen keine anerkannten Berechnungsansätze für die Bestimmung des Wasserspiegelanstieges vor und gängige Simulationsmethoden können Unsicherheiten beinhalten. In Rahmen einer umfassenden 3-D-numerischen Parameterstudie wurde das Widerstandsverhalten grundlegend untersucht.
Die Revitalisierung von Gewässern in urbanen Restriktionsstrecken stellt eine besondere Herausforderung dar, da i. d. R. zu wenig Raum für umfangreiche Umgestaltungen und eigendynamische Entwicklungen gegeben ist. Hier kommen oftmals sogenannte Instream-Maßnahmen zum Einsatz, die in das vorhandene Gewässerbett eingebaut werden, ohne dass größere Anpassungen am Gewässerprofil stattfinden. Beispiele hierfür sind Lenkbuhnen, die durch Erhöhung der Strömungsdiversität zu einer ökologischen Aufwertung beitragen können [1].
Autor(en)
Frank Seidel, Duong Vu, Wendy Gonzalez, Peter Oberle
Contentpartner
© WasserWirtschaft
Publikation
WasserWirtschaft 02-03 / 2026 (März 2026)
Verkaufspreis
€ 10,90