Von der Starkregengefahrenkarte zum Bauwerk

Anhand von Praxisbeispielen wird gezeigt, wie Ergebnisse aus Starkregengefahrenkarten in konkrete Maßnahmen der Überflutungsvorsorge überführt werden können. Verdeutlicht wird, dass sowohl großräumige Rückhaltebauwerke als auch kleinräumige Interventionen wirksame Bausteine der Überflutungsvorsorge und Klimafolgenanpassung sind.

Außergewöhnliche und extreme Starkregenereignisse stellen Kommunen vor erhebliche Herausforderungen, da sie auch abseits von Gewässerläufen zu Überflutungen führen und die Bemessungsgrenzen klassischer Entwässerungssysteme überschreiten. Unter Berücksichtigung ihrer Genese und den planerischen Rahmenbedingungen sind die Auswirkungen der Ereignisse damit schwerer prognostizierbar und planerisch beherrschbar. Mit der Verfügbarkeit kommunaler und landesweiter Starkregengefahrenkarten existiert heute ein breites Informationsspektrum über Gefahrenbereiche im Bestand. Diese Karten markieren Fließwege mit potenziell hohen Fließgeschwindigkeiten, Überflutungstiefen sowie kritische Senkenlagen und verdeutlichen damit die strukturelle Vulnerabilität urbaner Räume. Sie bilden die Grundlage für einen zunehmend systematisierten Umgang mit Starkregen, ersetzen jedoch keinerlei konkrete Maßnahmen. Die Überführung analytischer Erkenntnisse in umsetzbare Lösungspfade bleibt eines der zentralen Probleme der kommunalen Überflutungsvorsorge und Klimafolgenanpassung.
Autor(en)
Anna-Lisa Maaß, Hendrik Janssen, Holger Hoppe
Contentpartner
© Wasser und Abfall
Publikation
Wasser und Abfall 04 / 2026 (April 2026)
Verkaufspreis
€ 10,90