Zustandsanalyse von Brückenbauwerken im Ahrtal fünf Jahre nach dem Hochwasser 2021
Fünf Jahre nach dem gravierenden Hochwasserereignis 2021 im Ahrtal können viele Wiederaufbauarbeiten verzeichnet werden. Knapp ein Drittel der 58 stark beschädigten und zerstörten Brücken befinden sich derzeit im Wiederaufbau oder wurden bereits neu erbaut. Darüber hinaus sind weiterhin viele Behelfsbrücken nötig, um die Verkehrsinfrastruktur aufrecht zu erhalten.
Das Hochwasser 2021 hat in Westeuropa, besonders aber im Ahrtal, zu großen Schäden an kritischer und ziviler Infrastruktur geführt. Von 114 Brücken entlang der Ahr wurden knapp drei Viertel aller Brücken beschädigt und davon 40 Brücken zerstört (Schadensklasse D4 definiert in [1]). Weitere 18 Brücken wurden der Schadensklasse D3 zugeordnet [1], die langfristig repariert oder neu erbaut werden müssen. Durch den großen Verlust an Brücken wurden viele Ortschaften von der Verkehrsinfrastruktur abgeschnitten und Rettungsmaßnahmen mussten mit dem Hubschrauber durchgeführt werden. Um die Erreichbarkeit für die Aufräumarbeiten wiederherzustellen, wurden im Nachgang des Hochwassers zügig bis zu 28 Behelfsbrücken mit Hilfe des Technischen Hilfswerks (THW) und der Bundeswehr erbaut. Zudem wurden provisorische Furten aus Holzplanken errichtet. Dies unterstreicht die Relevanz von Brücken im dicht besiedelten Kerbtal der Ahr.
Autor(en)
Lisa Burghardt, Julia Menschik, Elena-Maria Klopries, Holger Schüttrumpf
Contentpartner
© Wasser und Abfall
Publikation
Wasser und Abfall 04 / 2026 (April 2026)
Verkaufspreis
€ 10,90