EU-INSPIRE-basiertes Datenmodell für integrierte Pläne der EU-Kommunalabwasserrichtlinie

Mit der EU-Richtlinie 2024/3019 vom 27. November 2024 über die Behandlung von kommunalem Abwasser werden in Artikel 5 „Integrierte Pläne für die kommunale Abwasserbewirtschaftung“ gefordert. Wie diese Pläne konkret aussehen sollen, ist in der Richtlinie nicht beschrieben. Voraussetzung für den EU-weit einheitlichen Vollzug der Verordnung sind einheitliche Vorgaben zur Erstellung maschinenlesbarer Datensätze zur Erzeugung menschenlesbarer Pläne. Es bietet sich daher an, eine – möglichst europaweit – standardisierte digitale Erstellung dieser integrierten Pläne auf den Weg zu bringen.

Die Erstellung Integrierter Pläne für die kommunale Abwasserbewirtschaftung gem. Artikel 5 der unter dem Kurznamen KARL bekannten Richtlinie (EU) 2024/3019 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. November 2024 über die Behandlung von kommunalem Abwasser [1] wird für große Netze ab 2033 gefordert (Bild 16). Um diese Pläne bis dahin zu erstellen, ist eine Vorlaufzeit erforderlich. Hiervor wiederum ist die Kenntnis eines geeigneten und einheitlichen bzw. kompatiblen Datenstandards (EU-INSPIRE-Richtlinie) notwendig, weshalb eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema erforderlich ist. INSPIRE ist ein europaweiter Standard für eine einheitliche Geodateninfrastruktur aus dem Jahr 2007, der bereits in nationales Recht umgesetzt wurde [2]. Es ist daher naheliegend, beide europäischen Vorgaben miteinander zu verbinden.
Autor(en)
Bernhard Simon Bock, Mario Regneri, Fabian Rost
Contentpartner
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Publikation
Wasser und Abfall 04 / 2026 (April 2026)
Verkaufspreis
€ 10,90