Wirkungsorientierte Starkregenvorsorge mit dem Urbanen Digitalen Zwilling

Starkregen erfordert ressortübergreifende Werkzeuge, die Hochwasserrisikomanagement und Stadtplanung verzahnen. Der Urbane Digitale Zwilling Dresden bündelt Geodaten zentral und ermöglicht schnelle, automatisierte hydrodynamische Modellierungen. Dargestellt wird, wie damit ein agiles Risikomanagement mit objektgenauer Schadensermittlung realisiert wird.

Städtische Räume stehen angesichts intensivierter hydrologischer Extremereignisse vor wachsenden Herausforderungen. Allein in Deutschland verursachen Starkregenereignisse jährliche Schäden im Milliardenbereich [1]. Die Zusammenarbeit zwischen Hochwasserrisikomanagement und Stadtplanung verzögert sich in der kommunalen Praxis jedoch häufig wegen fragmentierter Datenbeständen. Aktuelle wissenschaftliche Übersichtsarbeiten unterstreichen das globale Potenzial Digitaler Zwillinge, um Echtzeitdatenintegration und vorausschauende Modellierung für die Entscheidungsunterstützung nutzbar zu machen [2], [3]. Dennoch verharren viele internationale Ansätze in konzeptionellen Stadien oder konzentrieren sich auf Einzelkomponenten des Krisenmanagements [4].
Autor(en)
Lars Backhaus, Jürgen Stamm, Katja Maerker
Contentpartner
© Wasser und Abfall
Publikation
Wasser und Abfall 04 / 2026 (April 2026)
Verkaufspreis
€ 10,90