Hydrologische Treiber hoher Grundwasserstände am linken Niederrhein

Das Wasserwirtschaftsjahr 2024 war im Verbandsgebiet der LINEG durch außergewöhnlich hohe Niederschläge und langanhaltend erhöhte Rheinwasserstände geprägt. Die Analyse hydrologischer Daten zeigt deren deutliche Wirkung auf Grundwasserförderung und Flurabstände und ordnet die Situation in einen langjährigen Kontext ein.

Neben dem globalen Temperaturrekord [1] war das Wasserwirtschaftsjahr 2024 pluviometrisch ebenso global auffällig [2] und deutschlandweit überdurchschnittlich niederschlagsreich [3].
 
Auch in Nordrhein-Westfalen führten die langanhaltenden Niederschläge zu zahlreichen Vernässungen in weiten Teilen des Landes [3], zum Teil auch im Verbandsgebiet der Linksniederrheinischen Entwässerungs-Genossenschaft (LINEG) (Bild 1a). Dieses erstreckt sich auf dem linksrheinischen Gebiet stromabwärts zwischen Krefeld und Xanten. Hier regelt die LINEG als sondergesetzlicher Wasserverband in den Bergbaugebieten unter anderem den Grundwasserstand im quartären Grundwassersystem aufgrund vergangener und anhaltender Geländesenkungen. Die 2024 aus den Niederschlägen resultierende außergewöhnliche Grundwassersituation wird im Weiteren über statistische Auswertungen in den wasserwirtschaftlichen Kontext eingeordnet.

Autor(en)
Thurid Roth, Matthias Hirt, Philipp Höhn Christoph Breit, Gesa Amstutz
Contentpartner
© Wasser und Abfall
Publikation
Wasser und Abfall 01-02 / 2026 (Februar 2026)
Verkaufspreis
€ 10,90