Ableitung von residuellen Sedimenttransportpfaden im nordfriesischen Wattenmeer
Der Sedimenttransport im nordfriesischen Wattenmeer ist zentral für Morphodynamik und Küstenschutz. Zeitlich und räumlich hochaufgelöste Transportpfade sind bislang kaum verfügbar. Ein neu entwickeltes, zellbasiertes Verfahren leitet residuale Transportpfade für Geschiebetransport ab und schafft eine Grundlage für künftige Studien und Auswertungen.
Das nordfriesische Wattenmeer erstreckt sich entlang der schleswig-holsteinischen Küste und ist geprägt durch Barriereinseln, vorgelagerte Wattflächen und ein komplexes System aus Seegatten und Prielen. Die Wattflächen fungieren als natürliche Pufferzone, in der Wellenenergie dissipiert wird und Wassermassen im Falle von Sturmfluten aufgenommen werden können. Damit tragen sie zur Stabilität der Deichsysteme bei. Gleichzeitig können Änderungen im Sedimenttransport direkte Auswirkungen auf das Wattenmeer und damit den Küstenschutz, Nutzung und Umwelt haben [2].
Autor(en)
Johanna Lieber
Contentpartner
© Wasser und Abfall
Publikation
Wasser und Abfall 03 / 2026 (März 2026)
Verkaufspreis
€ 10,90