Biotonnenkontrollen mittels künstlicher Intelligenz (KI) und Weiterentwicklung der Bioabfallsammlung im Wetteraukreis
Bereits Mitte der 1980er Jahre wurde im Wetteraukreis ein dezentrales Konzept für die Getrenntsammlung der biogenen Abfälle entwickelt. Dabei spielte die Vermarktbarkeit der Kompostprodukte eine zentrale Rolle. Schnell war klar, dass diese von der Qualität der Inputmaterialen abhängig ist. So wurde die Qualitätssicherung zu einem zentralen Bestandteil der Sammlung der biogenen Abfälle.
Neben den verschiedenen Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit haben sich die immer wieder durchgeführten Tonnenkontrollen bei der Sammlung bewährt. Durch die im Wetteraukreis lange Zeit praktizierte Verwiegung der biogenen Abfälle bei der Sammlung war der Einsatz technischer Kontrollen nicht umsetzbar, sodass ausschließlich manuelle Tonnenkontrollen in längeren Zeitabständen durchgeführt werden konnten. Nach der Markteinführung optischer KI-Systeme und gleichzeitiger Abschaffung der Verwiegung wurden die Tonnenkontrollen auf ein automatisiertes System umgestellt. Die Ergebnisse zeigen eine erhebliche Verbesserung der Anlieferungsqualität und damit die Sicherstellung der gestiegenen Kompostqualität.
Autor(en)
Jürgen Roth, Birgit Simon
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
37. Abfall- und Ressourcenforum (2026) (April 2026)
Verkaufspreis
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