Pilotversuch zur Schaffung einer Ablagerungsmöglichkeit von PFAS-belastetem Bodenmaterial auf Deponien
PFAS sind persistente und mobile Schadstoffe, weshalb künftig mehr belastete Böden deponiert werden müssen. Eine Ablagerung auf DK I-Deponien ist bei Einhaltung der Grenzwerte (< 100 ?g/l im Eluat) und geeigneter Sickerwasserbehandlung zulässig. Empfohlen wird der Einbau in abgegrenzten Monobereichen mit getrennter Sickerwasserfassung und schneller, wasserundurchlässiger Abdeckung. Ziel ist es, PFAS im Deponiekörper zu binden und den Eintrag ins Sickerwasser zu vermeiden. Hierzu werden aktive Geoverbundstoffe (PFAS-Sorptionsmatten) auf ihre Wirksamkeit getestet.
Per- und Polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) finden vielfältige Anwendung in Alltags- und Industrieprodukten. Aufgrund ihrer Persistenz und Mobilität in der Umwelt, ist davon auszugehen, dass PFAS-belastete Bodenmaterialien zukünftig vermehrt einer Beseitigung auf Deponien zugeführt werden müssen. Eine Empfehlung zur Vorgehensweise im Umgang mit PFAS-belasteten Bodenmaterial ist im Leitfaden zur PFAS-Bewertung unter Punkt 6.5 „Verwertung und Beseitigung auf Deponien" beschrieben. Hiernach kann Bodenmaterial, welches im Eluat bei einem W/F-Verhältnis 10:1 einen Orientierungswert von PFASGesamt < 100 ug/l aufweist, bei Einhaltung der Zuordnungswerte der Deponieverordnung (DepV) auf Deponien der Klasse I (DKI) abgelagert werden. Hier wird festgehalten, dass eine geeignete Sickerwasserbehandlung erfolgt, mit der die PFAS nachhaltig aus dem Stoffkreislauf ausgeschleust werden können. Der PFAS-Leitfaden beschreibt weiterhin, dass „…zur Minimierung der Entstehung sowie zur effektiven Behandlung von PFAS-haltigem Sickerwasser aus der Ablagerung PFAS-verunreinigter Abfälle kann in Betracht gezogen werden, das Bodenmaterial in einem Monobereich mit getrennter Sickerwasserfassung und -ableitung einzubauen ist…". „Der Einbaubereich sollte kleinflächig gestaltet werden und zeitnah nach dem Einbau mit möglichst wasserundurchlässigem Material abgedeckt werden".
Autor(en)
Detlef Löwe, Martin Willmes
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
37. Abfall- und Ressourcenforum 2026 (April 2026)
Verkaufspreis
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