Grüngut – Multitalent mit sehr hohen ungenutzten Potenzialen
Die getrennte Erfassung von Grüngut ist ein zentraler Baustein der deutschen Kreislaufwirtschaft und seit 2015 für alle öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger (örE) rechtlich verpflichtend.
Nach einer bundesweiten Steigerung der Mengen an getrennt erfasstem Grüngut nach 2013 stagnieren diese seitdem zwischen 4,8 und 5,6 Mio. Mg, mit starken jährlichen Schwankungen, wobei die spezifischen Erfassungsmengen der örE zwischen 0 und über 200 kg/E*a liegen. Während die verstärkte Erfassung von Biogut über die Biotonne Gegenstand vieler Aktivitäten seitens der Politik, der Abfallwirtschaft, der Forschung sowie von Verbänden ist, findet die Ausweitung der Getrennterfassung von Grüngut zur Ausschöpfung seiner hohen ungenutzten Potenziale, vergleichsweise wenig Beachtung. Dabei zeigt sich eine steigende Nachfrage sowohl nach hochwertigem Kompost aus Grüngut, vor allem seitens der Erdenindustrie im Rahmen des Torfersatzes und der (ökologischen) Landwirtschaft im Rahmen des Humusaufbaus, als auch nach holzigem Grüngut zur Nutzung als Biomassebrennstoff.
Autor(en)
Dr. Felix Richter, Jana Wagner, Dipl.-Ing. Thomas Raussen
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
Biomasse-Forum (2025) (November 2025)
Verkaufspreis
€ 10,00 oder im Premium-Abonnement enthalten