Modellbasierte Generierung hochaufgelöster Hochwasserkennwerte für kleine, unbeobachtete Fließgewässer im Nordostdeutschen Tiefland

Eine zentrale Fragestellung im Bereich des wasserrechtlichen Vollzugs und der Bauleitplanung ist die Bewertung der damit verbundenen hydrologischen und hydraulischen Konsequenzen. Eine wichtige Grundlage hierfür stellen unter anderem Hochwasserkennwerte dar, die jedoch für kleine, unbeobachtete Fließgewässer nicht zur Verfügung stehen. Sie werden daher modellbasiert berechnet.

Ein intensivierter Wasserkreislauf aufgrund des Klimawandels und eine beobachtbare Zunahme der Flächenversiegelung infolge der Urbanisierung führen zu häufigeren und stärkeren Hochwasserereignissen. Im Gegensatz zum Klimawandel, dessen Auswirkungen sich über längere Zeiträume vollziehen, können Landnutzungsänderungen in Einzugsgebieten vergleichsweise schnell erfolgen und abrupt hydrologische und hydraulische Veränderungen hervorrufen. In Europa ist eine zunehmende Urbanisierung auf Kosten landwirtschaftlicher Flächen zu beobachten. Diese ist nicht nur eine Folge des Bevölkerungswachstums, sondern auch von veränderten Lebensstilen, die mit einer erhöhten Flächeninanspruchnahme einhergehen. Dabei spielt die Bodenversiegelung eine entscheidende Rolle, da sie die natürliche Wasserretentionskapazität des Bodens beeinträchtigt und einen entsprechend schnellen Oberflächenabfluss begünstigt – auf Kosten der Grundwasserneubildung, Verdunstung und Speicherung.
Autor(en)
Dr.-Ing. Frauke Kachholz
Contentpartner
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Publikation
Wasser und Abfall 10 / 2025 (November 2025)
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