Ressourcenorientierte Sanitärsysteme für nachhaltiges Wassermanagement
Abwassersysteme stehen infolge des Klimawandels und der Ressourcenknappheit vor Herausforderungen. Ressourcenorientierte Sanitärsysteme (NASS) ermöglichen durch eine getrennte Erfassung einzelner Abwasserteilströme (z. B. Grauwasser, Urin) eine gezielte Behandlung und Ressourcenrückgewinnung vor Ort. Zudem können sie bestehende Infrastrukturen entlasten. Praxisbeispiele verdeutlichen aktuelle Anwendungen von NASS. Das Projekt BeReit zeigt, dass eine Urinseparation den Belüftungsbedarf und Spurenstoffemissionen von Kläranlagen reduzieren kann.
Sich stetig
verändernde Rahmenbedingungen, wie der Klimawandel, der demografische Wandel
und steigende Anforderungen an die Abwasserbehandlung, sowie eine
Ressourcenverknappung stellen Abwassersysteme vor besondere Herausforderungen. Zusätzlich
rücken Anforderungen, wie Anpassungsfähigkeit, Erweiterbarkeit, Flexibilität,
Ressourceneffizienz und Ressourcenrückgewinnung, vermehrt in den Fokus. Dabei stehen
Flexibilität und Anpassungsfähigkeit im Widerspruch zur gängigen Praxis, in
welcher Abwasserinfrastrukturen aufgrund ihrer hohen Anfangsinvestitionen und
langen Nutzungsdauern eine hohe Pfadabhängigkeit aufweisen. In der
Vergangenheit lag der Fokus zudem auf der Elimination von
Abwasserinhaltsstoffen und weniger auf deren Nutzung. Dabei hat Abwasser ein
enormes Ressourcenpotenzial.
Autor(en)
M. Sc. Jonas Kleckers
Contentpartner
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Publikation
WasserWirtschaft 10 / 2025 (Oktober 2025)
Verkaufspreis
€ 10,90