Wanderungen potamodromer Cypriniden in einer Kraftwerkskette
Die Wanderungen der Fischarten Aitel, Nase und Barbe wurden über ein Jahr mittels Radiotelemetrie an einer Kette von fünf mittelgroßen Laufkraftwerken untersucht. Als Aufstiegsweg kommen prinzipiell nur die Fischaufstiegsanlagen (FAA) in Frage, als Abstiegswege jene durch die Turbinen, über die Wehre oder die FAA. Die besenderten Fische führten im Mittel 0,48 flussauf gerichtete und 0,63 flussab gerichtete Kraftwerkspassagen pro Jahr durch, davon 0,28 Turbinenpassagen. Die Ergebnisse dienen als Grundlage zur Quantifizierung turbinenbedingter Einflüsse auf Populationen potamodromer Flussfischarten.
Fische führen zur Maximierung von Überleben und Reproduktion Wanderungen durch. In energiewirtschaftlich genutzten Gewässern können dabei Kraftwerke (KW) in unterschiedlichem Ausmaß als Barriere wirken oder flussab und über Fischaufstiegsanlage (FAA) auch flussauf passiert werden. Zu Schädigungsraten von Fischen bei der Passage von Turbinen gibt es bereits eine Vielzahl von Studien [7]. Im Fall von anadromen (z. B. Lachsarten) oder katadromen Fischarten (z. B. Aal) können auf Basis solcher Daten bereits Aussagen zu Auswirkungen auf Populationen abgeleitet werden, weil die Zahl von großräumigen Wanderungen durch den Lebenszyklus dieser Arten vorgegeben ist.
Autor(en)
Mag. Clemens Ratschan, Maximilian Zauner, Dr. Gerald Zauner, DI Dr., MSC Andreas Zitek, Dr. Walter Reckendorfer
Contentpartner
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Publikation
WasserWirtschaft 09 / 2025 (September 2025)
Verkaufspreis
€ 10,90