Spezialtiefbau bei Staudämmen in Lateinamerika, Asien, Europa und Afrika
Der Bau neuer und die Sanierung bestehender Dämme stellen eine Vielzahl von Herausforderungen dar, wobei unter anderem die geologischen Bedingungen der Standorte und die technischen Spezifikationen zu berücksichtigen sind. Daraus ergeben sich projektspezifische Lösungen für Sickersperren. Die technischen Lösungen variieren in Abhängigkeit verschiedener Faktoren, zum Beispiel von der erforderlichen Tiefe und Breite der Sickerbarriere und der Baustellenlogistik (Zufahrtswege, Geometrie der Arbeitsebene usw.). In diesem Beitrag wird auf die Anwendung verschiedener Bauverfahren eingegangen.
Beim Monte-Grande-Damm in der Dominikanischen Republik wurde eine gefräste Dichtwand aus Tonbeton erstellt und im Bereich der Hochwasserentlastung eine bewehrte Schlitzwand zum Schutz vor Erosion. Bei dem Neuen-Assiut-Damm erfolgte durch eine gefräste Dichtwand die Abdichtung eines temporären Ringdamms, der im Nil errichtet wurde. Für den Skhalta-Damm in Georgien wurde eine überschnittene Bohrpfahlwand geplant und realisiert. In Nepal beim Arun-3-Damm erfolgte die notwendige, temporäre Abdichtung im Untergrund mittels Injektionsschleier.
Autor(en)
Dipl.-Geol. Michael Baltruschat
Contentpartner
© WasserWirtschaft
Publikation
WasserWirtschaft 02-03 / 2025 (März 2025)
Verkaufspreis
€ 10,90