Optimierung der Voraufbereitung biogener Abfälle aus der Haushaltssammlung
Das Aufkommen von Störstoffen, insbesondere Kunststoffen, in biogenen Abfällen aus der Haushaltssammlung behindert die Herstellung eines hochwertigen Kompostes im Sinne einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. Ein Entwurf für eine Novelle der Kompostverordnung in Österreich plant zukünftig einen maximalen Störstoffgehalt von 2 % als Input in Kompostieranlagen festzulegen.
Im Zuge von Großversuchen wurde mit Zerkleinerungsapparaten, Sternsiebmaschinen und sensorgestützten Sortierern störstoffbehaftetes Aufgabegut gereinigt, um diesen Grenzwert zu unterschreiten. Als Ergebnis ergaben sich Sacköffnungsraten durch Zerkleinerung von 80-100 %, Kunststoffabscheideraten im mechanischen Gesamtaufbereitungsprozess von 50-80 % und Gutmaterialverluste von 10-33 %. Es zeigte sich, dass durch Zerkleinerung und Siebung die Qualitätsanforderungen von <2% überwiegend erreicht werden können. Sollte das nicht ausreichen, können mit sensorgestützter Sortierung in Teilfraktionen die verbliebenen Kunststoffe zu bis zu 70 % abgeschieden werden.
Autor(en)
Andreas Kunter, Paul Demschar, Georg Ulrich Weingrill, DI Dr. Alexandra Loidl, Franz Poschacher
Contentpartner
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft
Publikation
Recy & Depotech (2024) (Dezember 2024)
Verkaufspreis
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