Monitoringkonzept für die Enguri-Bogenstaumauer, Georgien

Die Enguri-Talsperre im Großen Kaukasus im Nordwesten Georgiens zählt mit einer Höhe von rund 270 m zu den höchsten Bogenstaumauern der Welt. Der Bau begann in den 1970er-Jahren und wurde 1986 abgeschlossen. Das Aufstauen des Enguri- Flusses in den Jvari-Stausee begann 1978, und im selben Jahr wurde das Kraftwerk in Betrieb genommen. Ein 15 km langer Druckstollen verbindet das Kraftwerk mit dem Stausee, der auf einer hydraulischen Höhe von 405 m liegt.

An der Enguri-Bogenstaumauer wird seit 2019 an Methoden für ein umfassendes Monitoringsystem geforscht. Ziel ist es, Zusammenhänge verschiedener Prozesse und Mechanismen aufzuzeigen sowie Empfehlungen zum sicheren Betrieb der Anlage abzuleiten. Datengrundlage sind historische und aktuelle Betriebsdaten sowie Ergebnisse neuer Messungen. Neben etablierten Methoden wurden neue Konzepte, wie das GB-SAR zur Deformationsüberwachung der Staumauer, erfolgreich getestet und Methoden der künstlichen Intelligenz eingesetzt.

Autor(en)
Thomas Niederhuber, Dr. Birgit Müller, Prof. Dr. Frank R. Schilling, Dr. Thomas Röckel, Prof. Dr. Mirian Kalabegishvili
Contentpartner
© WasserWirtschaft
Publikation
WasserWirtschaft 07-08 / 2024 (August 2024)
Verkaufspreis
€ 10,90