Energieversorgung 2050 – Herausforderungen für die Abfallwirtschaft
Die Erreichung der Ziele des Pariser Klimaübereinkommens be-dingt in verschiedenen Bereichen große Änderungen, etwa in der Energieaufbringung, im Verkehrswesen oder im Gebäudesektor. Bei der Energieaufbringung wird von einem massiven Ausbau der Windkraft sowie der Photovoltaik ausgegangen, bei der Mobilität von einem weitgehenden Umstieg auf Elektromobilität. Dies wird auch massiven Einfluss auf das Abfallaufkommen in der Zukunft haben. In einem Szenario des Umweltbundesamtes steigt die installierte Leistung von Photovoltaikanlagen zwischen 2017 und 2050 von 1.270 MW auf 26.400 MW, jene von Windkraftanlagen von 2.844 auf 10.500 MW und die Anzahl an batteriegetriebenen Pkws von 18.500 auf 5,3 Mio. Stück. Entsprechend werden nach der Nutzungsdauer zunehmend größere Mengen an Abfällen anfallen, für die teilweise Recyclingtechnologien noch in Entwicklung sind.
Dieser Beitrag fokussiert sich auf den Bereich Energieaufbringung mittels Photovoltaik und Windkraftanlagen sowie auf Elektromobilität. Veränderungen in diesen Bereichen werden auch zeitlich verzögert durch den Anfall etwa von PV-Modulen, Ro-torblättern oder Li-Ionenakkus Auswirkungen in der Abfallwirtschaft haben. Entsprechende Recyclingtechnologien müssen dafür, sofern noch nicht vorhanden, entwickelt und entsprechende Anlagenkapazitäten bereitgestellt werden.